7 Tipps für deine Kreativität

Kreative Menschen sind immer auf der Suche nach Improvisation. Routine ist ihnen zuwider. Es muss immer Neues passieren, neue Eindrücke wollen erlebt werden. Und genau das hält die Kreativität auch wach und lebendig. Das sind meine 7 Tipps um kreativ und lebendig zu bleiben.

Ich glaube, es war Goethe, dem man die folgenden Worte zuschreibt:

Lese jeden Tag in einem guten Buch. Höre jeden Tag ein gutes Stück Musik. Und betrachte jeden Tag ein schönes Bild.

Architektur, Zeichen

Auch Architektur kann inspirierend wirken.

Diese positiven Eindrücke inspirieren. Doch kreative Menschen brauchen wohl noch etwas mehr. Sie benötigen Abwechslung und Inspiration, um selbst wieder kreativ zu sein. Neues entwickeln zu können oder einfach über den Tellerrand hinaus zu denken.

Dass ein solches kreatives Leben nicht so einfach ist, fand ich in einem Buch von Franz Berzbach bestätigt. Er schreibt in “Die Kunst ein kreatives Leben zu führen” über die Stolpersteine der Kreativen und was diese motivieren könnte. Sinnigerweise fand ich dieses nett aufgemachte Buch in der Buchhandlung im Museumsquartier in Wien bei einem “Kreativitätsbesuch”. Auch die Stadt kann mich beflügeln und mir neue Eindrücke verschaffen.

Es ist die Fähigkeit zur Improvisation, von der die Kreativität lebt. Berzbach, S.171.

Dieses Zitat drückt vielleicht genau jenen Sachverhalt aus, auf den wir Kreative achten sollen. Den wir pflegen sollen. Das Improvisieren im Alltag nährt die Kreativität und das Spielerische. Denn Improvisation ist nichts anderes als mit dem Vorhandenen zu spielen. Etwas neu zusammenzusetzen, neu zu sehen, lange Vergessenes wieder zu beleben und sich einfach treiben zu lassen.

Ich habe folgende 7 Tipps für euch, wie meine Improvisation und mein Kreativitäts-Training aussieht.

  1. Schlage immer wieder eine andere, neue Richtung zu vertrauten Zielen ein.
  2. Fahre an einen Ort, an dem du noch nie zuvor warst.
  3. Tue Dinge, die du noch nie zuvor getan hast.
  4. Belebe eine Tätigkeit aus deiner Kindheit.
  5. Lege dir ein Reisemaskottchen zu.
  6. Nimm dir einmal im Monat Zeit, so richtig verrückte Ideen zu entwickeln.
  7. Lass in regelmäßigen Abständen die Seele baumeln und lege dich dafür aufs Wasser.

Die Tipps für Kreativität im Detail

Schauen wir genauer hin, was ich mit diesen Tipps meine.

Schlage immer wieder einmal eine andere, neue Richtung zu vertrauten Zielen ein.

Haslach an der MühlIch staune, wenn ich eine Straße in der anderen Richtung fahre, einen anderen Weg nachhause nehme oder einfach nur mal eine Gasse entlang laufe, die ich sonst nur in gegenteiliger Richtung fahren kann, weil Einbahn. Beispielsweise entdeckte ich dabei die Wachau neu. Immer nur auf der Nordufer-Straße unterwegs, nahm ich den Weg nach Krems mal am Südufer der Donau. Diese Eindrücke beschrieb ich hier. Und musste erkennen, dass die vielen Kellerstöckl genau dort liegen, und nicht drüben auf der Dürnstein-Seite. Wie Perlen an einer Schnur fädeln sich diese entlang der Straße bis Mauterndorf bei Krems auf.

Fahre an einen Ort, an dem du noch nie zuvor warst.

An neue Orte zu fahren, fordert den Geist heraus. Man ist aufmerksamer, wacher und muss aktiver an dieses Unterfangen herangehen. Dabei kann der neue Ort auch ganz in der Nähe liegen. Beispielsweise campte ich heuer im Juni erstmals im Mühlviertel, in Haslach an der Mühl. Das war ein einzigartiges Erlebnis, denn ich stand alleine mit dem Camper-Van am Stellplatz, abends kamen Enten geschwommen und zu Besuch und während der Nacht regnete es leicht. Diese Stimmung war sensationell.

Gassenbild in OmisaljAuch unternahm ich einen Abstecher nach Omisalj auf der Insel Krk. Der Ort lag einfach am Weg. Ich bin schon einige Male an diesem vorbeigefahren, kannte ihn aber nicht. So landete ich in einem der ältesten Orte von Krk, wo glagolitische Schriftzeichen auf der altertümlichen Kirche zu finden sind. Auch die Gassen selbst sind wunderschön hergerichtet und inspirieren durch ihr besonderes Flair.

Neue Dinge tun

Tue Dinge, die du noch nie zuvor getan hast.

Für mich ist so eine neue Tätigkeit die Unterwasser-Fotografie. Da ich gerne schwimme, das Baden und auch Fotografieren liebe, begann ich in diesem Sommer mit Unterwasser-Fotografie. Ich legte mir eine kleine kompakte Kamera zu, die man auch mit ins Wasser nehmen kann. Und los ging es. Die ersten Fotos zeigen mir völlig neue Perspektiven meiner Umwelt. Im Anschluss an diesen Beitrag zeige ich euch eine Galerie von Unterwasseraufnahmen, die ich beim Schnorcheln auf der Insel Cres machte.

Belebe eine Tätigkeit aus deiner Kindheit.

Schnorcheln, Angelika WohofskyHier knüpft für mich in diesem Jahr die Unterwasser-Fotografie an. Als Kind hatte ich nämlich eine Taucherbrille und Flossen. Und ich war aus dem Wasser kaum rauszubekommen, tauchte nach “versunkenen Schätzen” daheim in unserem Pool.

Während einer Dienstreise nach Kroatien hatte ich Gelegenheit, die Mittagspausen mit Baden zu verbringen. Und da das Wasser auf der Insel Cres so großartig klar ist, wiederbelebte ich das Tauchen aus meiner Kindheit. Eine Stunde schnorcheln und Fotos von Fischen und Seeigeln schießen war weitaus inspirierender als dösend auf der Terrasse zu liegen. Ich fühlte mich beinahe in meine Kindheit versetzt, als ich Steinplatten am Meeresboden ausmachte und dachte: Schnuppertauchen wäre auch mal toll und dabei ein Schiffswrack finden.

Spielerisch werden

Lege dir ein Reisemaskottchen zu.

Das ist vielleicht der kurioseste Tipp, den ich dir hier gebe. Aber so ein Reisemaskottchen hat etwas. Es katapultiert dich zurück ins Spielerische deiner Kindheit. Und plötzlich bekommt das Maskottchen eine Persönlichkeit und einen Namen verpasst. Und will überall hin mitgenommen werden, weil es viele Abenteuer erleben möchte.

Herr Bommel, ein Reisemaskottchen kann Kreativität fördernMein Reisemaskottchen fand vor drei Jahren zu mir. Es heißt Herr Bommel und ist ein Stoffhase. Jedenfalls begann er sofort mit mir mit auf Reisen zu gehen und besitzt jetzt sogar eine eigene Facebook-Seite. Auf dieser berichtet er von seinen Abenteuern, die er mit mir erlebt. Und pflegt eine rege Freundschaft mit seinen Fans, vornehmlich Frauen, die er “Tanten” nennt.

Nimm dir einmal im Monat Zeit, so richtig verrückte Ideen zu entwickeln.

Diesen Tipp kann man auch im Job anwenden. Wenn sich das Marketing-Team beispielsweise einmal im Monat Zeit nimmt, um alles Unmögliche in ein Brain-Storming zu packen, dann können daraus sehr geniale Marketing-Ideen entstehen. Also gib dir und deinen Kollegen einen Schubs und stürmt mal so richtig drauf los, was man alles tun könnte. Je abgefahrener, umso besser. Und schreibt euch das alles auf. Wer weiß, vielleicht benötigt man die eine oder andere Idee demnächst für eine Kampagne.

Leg dich mal aufs Wasser!

Lass in regelmäßigen Abständen die Seele baumeln und lege dich dafür aufs Wasser.

Baden im SpechtenseeNoch so ein verrückter Tipp für deine Kreativität. Ja, lege dich aufs Wasser und lass die Seele baumeln. Wer sagt denn, dass du beim Baden nur Schwimmen darfst? Lass dich beim Baden minutenlang treiben und vom Wasser tragen. Dabei schalten sich rechte und linke Gehirnhälfte zusammen, was gut für kreatives Denken ist. Manche Menschen zahlen sogar viel Geld für wenige Minuten im Floating Tank. Ich mache das bei jeder Gelegenheit, die sich mir durchs Baden bietet. Egal wo, im See, Teich, Fluss, Meer oder auch in einer Therme. Reinlegen, Augen zu und sich tragen lassen. Das sind meine Floating Tanks!

Zusammenfassung

Diese 7 Tipps sich die Kreativität zu erhalten, Improvisation zu üben und im Geist jung zu bleiben können natürlich auch nicht-Marketing-Menschen umsetzen. Denn beweglich im Kopf zu bleiben ist nicht nur der Kreativbranche vorbehalten. Abgesehen davon gilt, wer viel reist – auch im Kopf -, der bleibt jung.

Falls du noch andere Tipps auf Lager hast, um dir deine Kreativität und das Improvisieren zu erhalten, dann schreib mir. Ich freue mich über deinen Kommentar.

Schnorcheln Cres, Slatina Bucht

 

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